Homöopathische Behandlung einer Darmlähmung, Verstopfung und Harnverhalt

Dienstag, 21.30 Uhr
Aufnahme einer Akutanamnese eines Kaninchens das so gut wie keinen Kot- und Harnsabsatz hatte. Verdacht auf Darmlähmung, Verstopfung. Hinweis: Eine solche Situation ist bei Kaninchen lebensgefährlich!
Die Halterin möchte es diesmal mit Homöopathie versuchen, weil sie durch solche Situationen schon Tiere verloren hat, die sie in der Tierklinik hat behandeln lassen.
 
Symptome des Kaninchens:
Das Kaninchen wirkt apathisch, sitzt regungslos in einer Ecke, verweigert das Futter, Kreislauf kritisch, Untertemperatur, Ohren kalt. Mittags bekam es von der Halterin eine Gabe eines Mittels, worauf eine Stunde später wenig Kotabsatz erfolgte. Ansonsten hatte es seit 30 Std. keinen Kotabsatz und keinen Harnabsatz. Wir bleiben vorerst bei der Wiederholung des Mittels vom Mittag:
 
1. Arzneimittel (mehrmals verkleppert) bis 23.00 Uhr leichte Besserung, jedoch läuft nun massig Speichel aus dem Mäulchen und das eingegebene Kräuteröl vom Abend fließt mit heraus. Hinweis auf Magenüberladung, hartnäckige Obstipation, Darmlähme, möglicherweise Darmverschluss durch Fremdkörper. Wir wechseln das Mittel.
 
2. Arzneimittel (erst nur einmal)
23.30 Uhr Häsin wird etwas stabiler, setzt sich ins Klo und presst.
Das 2.Mittel wird verkleppert weitergegeben
 
00.45 Uhr Die Häsin speichelt nicht mehr so schlimm, putzt sich ein bisschen, hat ein wenig Harn abgesetzt und ein wenig gefuttert.
 
02.00 Uhr Die Häsin sucht jetzt die Wärme, nimmt die Wärmequelle gerne an, ihr Kreislauf ist stabiler (Ohren sind wieder wärmer), sie hat immer wieder etwas gefuttert. Wir verlängern die Gaben.
 
04.00 Uhr Kreislauf weiter stabil, hat immer wieder ein bisschen gefuttert, ein Kotklumpen löste sich, sie sucht weiter die Wärme.
 
Mittwoch
Arzneimittel sporadisch weitergegeben. Die Häsin hat inzwischen mehr Appetit, Kreislauf weiter stabil. Jedoch zieht sie sich hin und wieder zurück, wirkt schläfrig und benommen, noch immer zu geringer Kotabsatz.
 
Donnerstag
Mittelgabe seltener.
Häsin wirkt mittags munter, geht inzwischen mit ihrem Partner an die Futterstelle. Bauch ist weicher.
20.00 Uhr Sie wirkt wieder schläfriger, Mittelgabe noch ein paarmal in kurzen Abständen gegeben. Danach wird der Bauch wieder härter (Hinweis auf evtl. Arzneimittelprüfung!), Arzneimittel wird testweise bis zum nächsten Tag abgesetzt.
 
Freitag
11 Uhr Die Häsin futtert wieder normal, hat wieder normalen Kot- und Harnabsatz. Arzneimittel wird nicht weitergegeben.